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Fachwissen Zagg 2026

Biofilm in Wasserleitungen: Unsichtbar, aber relevant

Die Wasserleitung sieht einwandfrei aus, die letzte Prüfung war unauffällig – trotzdem kann sich im Verborgenen ein Risiko aufbauen. Biofilme entstehen auch in technisch einwandfreien Systemen und bieten Legionellen einen geschützten Rückzugsort – für Hotelbetriebe mehr als eine theoretische Gefahr.

Hydroliq AG
Halle 2 / A 2005

Wie entsteht ein Biofilm?

Sobald sich Mikroorganismen an einer Oberfläche anlagern, beginnen sie, eine extrazelluläre Matrix (EPS) zu produzieren – bestehend unter anderem aus Polysacchariden, Proteinen, Lipiden und extrazellulärer DNA. In dieser selbst gebauten Schutzschicht entsteht eine komplexe mikrobielle Gemeinschaft, die äusseren Einflüssen deutlich mehr standhalten kann als frei im Wasser treibende Mikroorganismen.

Warum sind Biofilme für Hotels relevant?

Weil die Matrix schützt, wird der Biofilm zum Reservoir – auch für Legionella pneumophila. Lösen sich Teile davon ab, gelangen die enthaltenen Mikroorganismen in die Wasserphase und verteilen sich im Leitungssystem weiter.

Wie leicht das passiert, hängt stark von den Bedingungen vor Ort ab: Bei Temperaturen zwischen etwa 25 und 45 °C können sich Legionellen besonders gut vermehren. Kommen dann noch typische Faktoren aus dem Hotelbetrieb hinzu – lange Leitungswege, Stagnation, selten genutzte Zimmer oder Entnahmestellen mit geringer Zirkulation – begünstigt das die Aufrechterhaltung mikrobiologischer Belastungen zusätzlich.

Warum thermische Desinfektion allein nicht immer ausreicht

Angesichts dieser Risikofaktoren liegt eine thermische Desinfektion als naheliegende Massnahme nahe. Doch: Eine thermische Desinfektion wirkt dort, wo Mikroorganismen frei im Wasser vorkommen, und kann deren Zahl reduzieren. Der Biofilm selbst bleibt davon jedoch weitgehend unberührt: In seiner Matrix geschützt, überstehen Mikroorganismen die Massnahme und können später erneut in die Wasserphase gelangen. Auch regelmässiges Spülen wenig genutzter Leitungsabschnitte kann Stagnation entgegenwirken – den bereits bestehenden Biofilm entfernt aber auch das nicht. Genau deshalb reicht die akute Keimreduktion allein nicht – eine nachhaltige Wasserhygiene muss den Biofilm und die Bedingungen im gesamten Leitungssystem mitdenken.

Biofilm kontinuierlich kontrollieren

Hydroliq WATER DISINFECTION Plus setzt genau hier an: Die HOCl-Lösung wird kontinuierlich in das Trinkwassersystem dosiert und trägt zur Reduktion von Legionellen und anderen Mikroorganismen im Wasser bei. Gleichzeitig wird der bestehende Biofilm mit der Zeit abgetragen und seine Neubildung verhindert.

Wasserhygiene beginnt beim gesamten System

Für Hotels bedeutet ein wirksames Hygienekonzept deshalb mehr als eine punktuelle Desinfektion. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus regelmässiger mikrobiologischer Kontrolle, einer hygienisch geeigneten Installation, der Vermeidung von Stagnation und einer kontinuierlichen Desinfektion. Diese Kombination schafft die Grundlage für eine nachhaltige Wasserhygiene und Sicherheit im täglichen Hotelbetrieb.

Besuchen Sie uns an der ZAGG:
25.–28.10.2026, Messe Luzern
Halle 2, Stand A 2005

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Roland Burri

Roland Burri

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