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Fachwissen Zagg 2026

Besucherströme verstehen und Kühlketten automatisch überwachen

Verkaufszahlen zeigen, was gekauft wurde. Doch wie viele Personen haben eine Filiale besucht, ohne etwas zu kaufen? Und was geschieht mit den Kühltemperaturen zwischen zwei manuellen Kontrollen? Food Retail Analytics von alfons.io macht Besucherfrequenzen und Temperaturverläufe sichtbar.

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Halle 2 / C 2085

Restaurants, Bäckereien, Cafés und Lebensmittelbetriebe müssen täglich mehrere Ziele gleichzeitig erreichen: genügend Personal zur richtigen Zeit einsetzen, frische Produkte bedarfsgerecht bereitstellen, die Lebensmittelsicherheit gewährleisten und jeden Standort wirtschaftlich führen.

Wie anspruchsvoll dieses Umfeld ist, zeigen aktuelle Zahlen aus dem Schweizer Gastgewerbe. Im zweiten Quartal 2026 meldeten 41 Prozent der von GastroSuisse befragten Betriebe einen tieferen Absatz als im Vorjahresquartal. In der Gastronomie ging der Umsatz um 4,5 Prozent zurück. Gerade bei schwankender Nachfrage wird es wichtiger, Frequenzen, Ressourcen und Warenbestände auf einer verlässlichen Datengrundlage zu planen.

Wichtige Informationen bleiben unsichtbar oder entstehen nur mit grossem manuellem Aufwand. Kassensysteme liefern detaillierte Verkaufszahlen, erfassen aber nicht automatisch das gesamte Besucheraufkommen. Kühltemperaturen werden häufig punktuell kontrolliert und manuell dokumentiert. Bei mehreren Filialen liegen Daten zudem oft an unterschiedlichen Orten vor und lassen sich nur schwer vergleichen.

Food Retail Analytics von alfons.io schliesst diese Lücken mit zwei konkreten Anwendungen: der automatisierten Erfassung von Besucherströmen und der kontinuierlichen Überwachung von Kühl- und Tiefkühltemperaturen.

Wie viele Personen besuchen Ihre Filiale – und wie viele kaufen tatsächlich?

Eine Filiale kann einen guten Tagesumsatz erzielen und trotzdem Potenzial verlieren. Verkaufszahlen allein beantworten nicht, wie viele Personen den Standort besucht haben, zu welchen Zeiten besonders viel Frequenz entstand oder wie sich die Zahl der Transaktionen im Verhältnis zum Besucheraufkommen entwickelt hat.

Besucherfrequenzen automatisch erfassen: Personenzählsensoren erfassen Besucherströme mittels Infrarottechnologie und Videoanalyse – in und vor den Filialen. Die Zählung wird datenschutzkonform umgesetzt und liefert aggregierte Frequenzdaten statt persönlicher Kundenprofile. Im alfons.io Dashboard werden die Informationen in Echtzeit zusammengeführt und über Tage, Zeiträume oder Standorte hinweg vergleichbar.

Damit lassen sich unter anderem folgende Fragen beantworten:

  • Wie viele Personen betreten eine Filiale pro Stunde oder Tag?
  • Wann entstehen wiederkehrende Spitzen- und Nebenzeiten?
  • Wie unterscheiden sich einzelne Standorte und Zeiträume?
  • Welche Auswirkungen haben Wetter, Aktionen oder saisonale Schwankungen auf die Frequenz?
  • Wie entwickelt sich die Besucherfrequenz im Verhältnis zu den Transaktionen?

Visualisierung der Datenanalyse in einer Bäckerei

Besucherfrequenz als Planungsgrundlage: Besucherzahlen erhalten ihren Wert durch den betrieblichen Kontext. Gemeinsam mit bereits vorhandenen Informationen zu Verkäufen, Aktionen, Öffnungszeiten, Wetter oder saisonalen Schwankungen helfen sie, Entwicklungen besser einzuordnen. Die Informationen werden dabei in der betrieblichen Analyse nebeneinandergestellt; alfons.io verbindet die Besucherdaten nicht automatisch mit dem Kassensystem.

Steigt beispielsweise die Frequenz nach einer Aktion deutlich, lässt sich deren Wirkung auf das Besucheraufkommen erkennen. Bleiben die Verkaufszahlen trotz hoher Frequenz hinter den Erwartungen, lohnt sich eine genauere Prüfung des Angebots, der Verfügbarkeit, der Wartezeiten oder der Abläufe vor Ort. Die Besucherdaten liefern keine fertige Erklärung, zeigen aber, wo genauer hingeschaut werden sollte.

So unterstützt die Besucheranalyse den Betrieb:

  • Personaleinsätze stärker an den tatsächlichen Frequenzen ausrichten
  • Standorte und Zeiträume auf einer einheitlichen Grundlage vergleichen
  • Wirkung von Aktionen oder veränderten Öffnungszeiten besser beurteilen
  • Produktions- und Bestandsplanung mit zusätzlichen Nachfragedaten stützen
  • Auffällige Entwicklungen erkennen und Massnahmen gezielter priorisieren

Gerade bei frischen und verderblichen Produkten ist eine bessere Nachfrageplanung relevant. Die Schweiz will vermeidbare Lebensmittelverluste bis 2030 gegenüber 2017 halbieren. Aktuelle Daten vom BAFU zeigen zwar Fortschritte, aber weiterhin deutlichen Handlungsbedarf. Besucherzahlen allein verhindern keine Überschüsse. Zusammen mit Verkaufs-, Saison- und Erfahrungswerten schaffen sie jedoch eine bessere Grundlage, um Produktion und Bestände bedarfsgerechter zu planen.

Digitales Dashboard zur Temperaturüberwachung

Wie verhält sich die Kühltemperatur bis zum nächsten Check?

Kühlräume, Kühlschränke und Tiefkühler müssen zuverlässig innerhalb der betrieblich definierten Temperaturbereiche arbeiten. Eine manuelle Kontrolle zeigt jedoch immer nur den Wert zum Zeitpunkt der Messung. Steigt die Temperatur kurz danach an, beispielsweise wegen einer Störung oder einer zu lange geöffneten Tür, bleibt die Abweichung möglicherweise bis zum nächsten Rundgang unbemerkt.

Hinzu kommt der administrative Aufwand: Messwerte müssen kontrolliert, eingetragen und für interne Nachweise oder Kontrollen auffindbar dokumentiert werden. Mit jeder zusätzlichen Filiale, jedem Kühlraum und jedem Tiefkühler wächst dieser Aufwand.

Kühl- und Tiefkühltemperaturen kontinuierlich überwachen: Temperatursensoren erfassen die Werte an den definierten Messpunkten automatisch und übermitteln sie automatisch an alfons.io. Die IoT-Plattform stellt aktuelle Werte und Temperaturverläufe zentral dar. Werden festgelegte Grenzwerte über- oder unterschritten, erhalten die verantwortlichen Personen automatisch eine Warnmeldung und können frühzeitig reagieren.

Das bringt Food-Retail-Betrieben konkrete Vorteile:

  • Kühl- und Tiefkühltemperaturen rund um die Uhr überwachen
  • Abweichungen sofort erkennen, wenn sie entstehen
  • Verantwortliche automatisch warnen und Reaktionszeiten verkürzen
  • Messwerte und Temperaturverläufe nachvollziehbar dokumentieren
  • Manuellen Kontroll- und Dokumentationsaufwand reduzieren
  • Lebensmittelsicherheit und betriebliche Selbstkontrolle unterstützen
  • Drohende Warenverluste bei Temperaturabweichungen früher begrenzen

Die automatische Überwachung ist dabei ein Bestandteil der betrieblichen Selbstkontrolle. Sie ersetzt weder die individuelle Gefahrenanalyse noch sämtliche vorgeschriebenen Kontrollen. Welche Messpunkte, Grenzwerte, Alarmwege und Nachweise erforderlich sind, muss der Betrieb passend zu seinen Produkten und Prozessen festlegen.

alfons.io – eine Plattform für den einzelnen Betrieb und die gesamte Kette

Der Nutzen von Daten wächst, wenn sie nicht isoliert in jeder Filiale verbleiben. Mit Food Retail Analytics führt alfons.io Besucherzahlen, Kühltemperaturen, Warnmeldungen und historische Entwicklungen an einem zentralen Ort zusammen. Berechtigte Personen erhalten damit genau jene Sicht, die sie für ihre Aufgabe benötigen.

  • Für Restaurant- und Filialleitungen werden Tagesverläufe, Spitzenzeiten und aktuelle Warnmeldungen sichtbar.
  • Für die Geschäftsführung lassen sich Entwicklungen und Unterschiede zwischen Standorten besser beurteilen.
  • Für den CFO entsteht eine fundiertere Grundlage für Personal-, Bestands- und Investitionsentscheide.
  • Für IT-Verantwortliche werden Sensorik, Konnektivität und Daten zentral über eine skalierbare Plattform verwaltet.

Entscheidend ist nicht die Menge der erhobenen Daten, sondern die Handlung, die daraus folgt: eine Schichtplanung anpassen, eine auffällige Filiale genauer analysieren, auf eine Temperaturabweichung reagieren oder einen Standortvergleich mit zusätzlichen Informationen vertiefen.

Schnell starten – ohne langes Digitalisierungsprojekt

Die IoT-Lösungen von alfons.io sind auf eine einfache und schnelle Umsetzung ausgelegt. Vorkonfigurierte Sensoren reduzieren den Installationsaufwand. Die Sensoren übermitteln ihre Daten drahtlos an ein LoRaWAN-Gateway, das über eine LTE-Verbindung mit der cloudbasierten IoT-Plattform kommuniziert. Dadurch kann die Lösung unabhängig vom bestehenden Kassensystem mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall starten.

  1. Ziel definieren: Soll zuerst die Besucherfrequenz einer Filiale analysiert oder die Temperaturüberwachung automatisiert werden?
  2. Messpunkte festlegen: arcade bestimmt gemeinsam mit dem Betrieb die geeigneten Standorte für Sensoren und Gateway.
  3. Komponenten installieren: Die Geräte werden in der Filiale montiert, eingerichtet und mit alfons.io verbunden.
  4. Dashboard und Alarmierung einrichten: Ansichten, Grenzwerte, Empfänger und Berichte werden auf die betrieblichen Anforderungen abgestimmt.
  5. Erfahrungen skalieren: Nach dem Start kann die Lösung um weitere Kühlgeräte, Filialen oder Anwendungen ergänzt werden.

arcade – Ihr IoT-Partner aus Luzern

Mit arcade erhalten Sie Sensorik, Konnektivität, IoT-Plattform und Begleitung aus einer Hand. Unser Team in Luzern unterstützt von der Auswahl des ersten Anwendungsfalls über die Installation und Konfiguration bis zur Einführung im Betrieb.

Als Internet Service Provider betreibt arcade zudem ein eigenes LoRaWAN-Funknetz. Diese Kommunikationstechnologie überträgt Messwerte energieeffizient über weite Distanzen. So lassen sich Sensoren anbinden, ohne jedes einzelne Gerät mit dem Firmennetzwerk verbinden zu müssen. Die Messwerte werden zentral in alfons.io zusammengeführt und übersichtlich dargestellt.

Dank zahlreicher bestehender Referenzen aus Food Retail und Gastronomie kennen wir die Anforderungen von filialgeführten Betrieben aus der Praxis. Sie können mit einem einzelnen Messpunkt oder einem ausgewählten Standort beginnen und Food Retail Analytics anschliessend bedarfsgerecht erweitern. Die Datenhoheit bleibt in der Schweiz – in unseren Datacentern in Luzern.

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